Musiker beweisen sich als gute Köche!

Gäste beim Kulinarischen Marktplatz

Mehrere Hundert Gäste beim Kulinarischen Marktplatz in der Stammheimer Ortsmitte Fotos: Stocker, Schwarzwälder-Bote

Calw-Stammheim. Wenn Musiker zu Köchen werden, dann gibt es in Stammheim den kulinarischen Marktplatz. Der ortsansässige Musikverein hat am Wochenende mit einer Vielfalt an Gaumenfreuden, aber auch einem musikalischem Rahmenprogramm, wieder viele Gäste angelockt. Spanferkel, Lammkeule oder Crêpes und vieles andere mehr wurden in der Hauptstraße angeboten. [ezcol_1half]Je nach Vorliebe folgten die hungrigen Gäste den verlockenden Düften zu deren Entstehungsort. Für jede Köstlichkeit gab es nämlich eine eigene Hütte. Ein Konzept, das natürlich die Ressourcen des Gastgebers forderte. “Da packen alle mit an”, so Albrecht Härdter, der Vorsitzende des Musikvereins Stammheim. Nicht ohne Stolz verwies er auf das Engagement der Mitwirkenden. Immerhin waren in jeder der vier Schichten an beiden Tagen rund 40 Personen aktiv.  [/ezcol_1half] [ezcol_1half_end]

Tanzorchester Musikverein Stammheim

Fotos: Stocker, Schwarzwälder-Bote

[/ezcol_1half_end] Bei den Besuchern kam das auf jeden Fall an. Sie waren so zahlreich gekommen, dass die Helfer schon am frühen Samstagabend anbauen mussten. Mehrere Hundert Gäste hatten auch den traditionellen Fassanstich verfolgt, den heuer unter anderem die Hopfenkönigin der Hochdorfer-Brauerei, Melanie Teufel, begleitete. Den Hammer schwang indes Ortsvorsteher Patrick Sekinger. Trotz einer Schürze wurde er ein wenig nass. Er nahm es gelassen: “Das war so angekündigt.” Während der Gerstensaft dann für das Publikum floss, spielte das vereinseigene Tanzorchester auf. Mit Blasmusik, aber auch beliebten Schlagern und Ohrwürmern, sorgte es für die richtige Stimmung. Darüber hinaus waren die Musikvereine Nagold-Emmingen und Deckenpfronn, die Jugendkapelle der Stammheimer sowie die Rhythmusgruppe der Stamheimer Grundschule und die Wimberg-Musikanten während des Wochenendes zu Gast auf der Bühne.

Zum Artikel auf schwarzwaelder-bote.de

Fassanstich Kulinarischer Marktplatz Calw Stammheim

Ortsvorsteher Patrick Sekinger gehörte zu den Ersten, die nach dem Fassanstich etwas trinken durften. Fotos: Stocker, Schwarzwälder-Bote

Am Wochenende ist Kulinarischer Marktplatz in Stammheim!

Der Musikverein verwandelt am 18. und 19. Juli die Ortsmitte von Stammheim in einen Kulinarischen Marktplatz. Das Angebot kann sich auch in diesem Jahr wieder sehen lassen: Spanferkel, Lammkeule, Flammkuchen, griechischer Salat, Steaks, Pommes, Wurstvariationen und süße Crépes. Am Samstag gibt es eine Bar mit leckeren Cocktails. Sonntags bieten wir außerdem Kaffee und Kuchen an.
Kulinarischer Marktplatz Stammheim

Mit Blasmusik gegen Not in Afrika

In gemeinsamer Aktion “Mit Blasmusik aus dem Schwarzwald gegen den Hunger in Afrika” gaben die Vollmaringer MusikantenVollmaringer Musikanten und die Trachtenkapelle Stammheim ein Benefizkonzert in der Nagolder Stadthalle zugunsten der Organisation “Helfende Hände”. Den Erlös aus dem Eintrittsgeld und Spenden bestimmte der Verein für humanitäre Hilfe in zwei afrikanischen Ländern: für Schulspeisungen in Mauretanien und den Bau einer Waisenhausküche in Burundi. Seitdem Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel vor zwölf Jahren den ersten Hilfsimpuls für Mauretanien gegeben hatte, verfolgt und realisiert die mittlerweile sehr aktive Organisation auch in Burundi ihre Ziele. Die wichtigsten Aufgabenbereichen sind: Weiterbildung der afrikanischen Ärzte in Deutschland, Beschaffung von kostengünstiger medizinischer Ausrüstung, aktiver Einsatz der deutschen Ärzte vor Ort und Unterstützung zweier Kindereinrichtungen.
Zu den Partnern der “Helfenden Händen” zählen neben den Medizinern auch Optiker, Hersteller medizinischer Geräte, Handwerkbetriebe, Werbeagenturen und viele freiwillige Helfer aus allen sozialen Schichten. Ehrenamtlich, wie ihr Vorsitzender Wolfgang Henne. Henne ist ein Mann der Taten, aber auch der harten Worte, mutig und kompromisslos. In seiner Rede hielt er kein Blatt vor dem Mund, zeigte sich besorgt über die globale Situation, betonte die Notwendigkeit der Armutsbekämpfung in Afrika als einen möglichen Ausweg für die Flüchtenden, prangerte Missstände im eigenen Lande an. Sein Fazit “Das ist die Politik. Da muss man nicht alles verstehen”, hörte sich ein wenig verbittert an. Er sei aber in Afrika gerne aktiv, wo trotz politischer Umwälzungen die sinnvolle Aufbauarbeit in Eigenverantwortung richtig verstanden werde. Dann ergriff die Musik das Wort. Für den wohltätigen Abend fischten die Vollmaringer Musikanten und die Trachtenkapelle Stammheim je fünf Filet-Stücke aus ihrem breiten Repertoire.

In fast einheitliche Trachten angekleidet, wirkten beide Formationen stramm und geradezu militärisch diszipliniert. Auch die hervorragende Qualität sämtlicher Darbietungen blieb im Gleichgewicht, wobei die Stammheimer unter dem Taktstock von Michael Schanz zu klassischen Akzenten neigten und somit ihre Unterhaltungsmusik-Bandbreite erheblich erweiterten. Neben “Nabucco”-Ouvertüre von Giuseppe Verdi erklang das urkomische “Katzenduett” von Gioacchino Rossini in Bearbeitung für zwei Trompeten (Anna-Lena Fetzer und Daniel Schumacher im Katzen-Look), dieses sorgte für gute Atmosphäre, schmunzelnde Gesichter und saftigen Applaus.

Anna-Lena Fetzer und Daniel Schumacher im Katzen-Look beim "Katzenduett". Foto: Kosowska-Németh

Anna-Lena Fetzer und Daniel Schumacher im Katzen-Look beim “Katzenduett”. Foto: Kosowska-Németh

Die direkte Verbundenheit der Vollmaringer Musikanten mit “Helfenden Händen” fand Ausdruck in einem Strauß der afrikanischen Lieder, darunter das populäre “Siyahamba”, welche der Projektchor mit Freude und einer durchaus schwarzen Verve absolvierte. Die Blasinstrumentalisten mit ihrem dynamischen Dirigenten Fabian Geißler entfalteten sich in dem programmatischen Werk “Die Hexe und die Heilige” von Steven Reineke zu einem Klangkörper vom symphonischen Ausmaß. Beide Mannschaften geizten nicht mit Zugaben, zum Schluss setzten sie dem begeisterten Publikum gemeinsam den fulminanten Marsch “Alte Kameraden” vor.

Zum Artikel im Schwarzwälder Bote